Balkonkraftwerk
Sie können Ihr Balkonkraftwerk dort anbringen, wo es möglich ist: am Balkongitter, auf dem Flachdach, am Carport oder im Garten.
Ihre PV-Anlage auf dem Balkon
Sehr flexibel und einfach zu montieren
Seit dem Solarpaket I im Mai 2024 hat sich die Rechtslage grundlegend geändert: Balkonkraftwerke sind nun mit einer Modulleistung von bis zu 2.000 Watt (2 kWp) erlaubt.
Die tatsächliche Einspeiseleistung in Ihr Hausnetz ist jedoch weiterhin auf 800 Watt begrenzt. Angeschlossen werden kleinere Anlagen (bis 960 Watt Modulleistung) weiterhin einfach per Schuko-Stecker.
Wie umweltschonend sind solche Anlagen?
Der CO₂-Fußabdruck eines Solarmoduls ist bereits nach zwei bis drei Jahren Betrieb ausgeglichen, da der erzeugte Solarstrom die gleiche Menge an fossil erzeugtem Strom ersetzt.
Wo kann ich ein Balkonkraftwerk anbringen?
Sie können Ihr Balkonkraftwerk dort anbringen, wo es möglich ist: am Balkongitter, auf dem Flachdach, am Carport oder im Garten. Es gibt für fast jede Situation eine Lösung!

Was bringt mir ein Balkonkraftwerk? Lohnt sich die Anschaffung für mich?
Die Anschaffungskosten sind im Vergleich zu großen Dachanlagen gering. Zusätzliche Kosten für Solarteure oder Elektriker entfallen bei kleineren Modulen – bei größeren Sets (über 960 Watt) ist jedoch seit Dezember 2025 ein spezieller Energiestecker (z.B. Wieland-Stecker) durch eine Elektrofachkraft vorgeschrieben.
Ein Balkonkraftwerk kann bei einer Modulleistung von 2.000 Watt Peak (Wp) theoretisch bis zu 2.000 kWh im Jahr erzeugen. Die tatsächliche Ausbeute ist wetterabhängig. Der durchschnittliche Stromtarif liegt bei etwa 40 Cent pro kWh (Tendenz steigend).
Rechenbeispiel
Bei einer Garantie von 20 Jahren ergibt das eine Ersparnis von ca. 6.400 € – ein Gewinn von etwa 5.000 €.
Was muss ich beachten?
1.
Modulleistung: Die installierte Leistung der PV-Module darf laut EEG maximal 2.000 Watt betragen. Anlagen > 2.000 W gelten als richtige Solaranlagen, es bedarf eine Elektrofachkraft zur Installation.
2.
Einspeiseleistung: Die maximale Leistung des Wechselrichters ist auf 800 Watt begrenzt. Bedeutet es werden max. 800 W eingespeist.
3.
Stromzähler: Ihr Stromzähler sollte rücklaufsicher sein (moderne Ferraris-Zähler sind es). Ist er es nicht, muss er vom Netzbetreiber getauscht werden – dies ist jedoch kostenlos.
4.
Anschluss (wichtig!): Bei einer Modulleistung über 960 Watt (oft drei bis vier Module) ist seit Dezember 2025 der Anschluss durch eine Elektrofachkraft an einen Wieland-Stecker oder einen Festanschluss erforderlich. Bei einer Leistung bis 960 Watt (ein bis zwei Module) ist der einfache Schuko-Stecker weiterhin erlaubt
5.
Anmeldung: Jedes Balkonkraftwerk muss im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur angemeldet werden. Bei Anlagen unter 2.000 Watt gilt hier ein vereinfachtes Verfahren.
